← Zurück zum Blog Technik

Website nicht erreichbar: Ursachen finden und beheben

23. Oktober 2026

Technik

Ein Kunde ruft an und sagt, Ihre Website gehe nicht. Oder Sie merken es selbst, weil seit dem Morgen keine Anfragen mehr eingegangen sind. Jetzt zählt vor allem eins: die Ursache schnell eingrenzen, statt planlos Einstellungen zu ändern.

Die Gründe für einen Ausfall sind vielfältig, lassen sich aber mit wenigen Prüfungen gut sortieren. Gehen Sie die folgenden Schritte in dieser Reihenfolge durch.

Schritt 1: Nur bei Ihnen oder für alle?

Bevor Sie den Hoster anrufen, schließen Sie aus, dass das Problem bei Ihnen liegt.

  1. Anderes Netz testen. Schalten Sie am Smartphone das WLAN aus und rufen Sie die Seite über das Mobilfunknetz auf.
  2. Anderen Browser oder ein privates Fenster nutzen, um Cache und Erweiterungen auszuschließen.
  3. Eine Prüfseite verwenden. Es gibt Online-Dienste, die eine Adresse von außen aufrufen und anzeigen, ob sie erreichbar ist.

Lädt die Seite im Mobilfunknetz, aber nicht im Büro, liegt es oft am eigenen Netzwerk: am Router, am DNS-Server des Internetanbieters, an einer Firewall – oder Ihre IP-Adresse wurde vom Server gesperrt, etwa nach mehreren fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen. Ein Neustart des Routers oder das Leeren des DNS-Caches am Rechner hilft hier häufig.

Ist die Seite überall weg, geht es mit Schritt 2 weiter.

Schritt 2: Die Fehlermeldung richtig deuten

Der Browser zeigt fast immer einen Hinweis an. Notieren Sie ihn genau – er spart viel Sucherei.

  • DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN oder „Server nicht gefunden“: Zum Domainnamen wird keine Serveradresse gefunden. Mögliche Ursachen sind eine abgelaufene Domain, gelöschte oder falsche DNS-Einträge oder ein Tippfehler. Weiter bei Schritt 3 und 4.
  • ERR_CONNECTION_TIMED_OUT: Die Domain ist bekannt, aber der Server antwortet nicht rechtzeitig. Er ist überlastet, ausgefallen oder eine Firewall blockiert die Verbindung. Weiter bei Schritt 5.
  • ERR_CONNECTION_REFUSED: Der Server ist erreichbar, lehnt die Verbindung aber ab. Häufig läuft der Webserver-Dienst nicht, oder die Domain zeigt auf einen falschen Server.
  • Fehler 503 „Service Unavailable“: Der Server kann die Anfrage gerade nicht bearbeiten, zum Beispiel wegen Überlastung oder Wartung. Bei WordPress kann auch ein hängender Wartungsmodus nach einem Update dahinterstecken.
  • Fehler 500 „Internal Server Error“: Auf dem Server ist ein Fehler aufgetreten, oft durch ein Plugin, ein Theme, eine beschädigte .htaccess oder eine zu alte bzw. zu neue PHP-Version. Die Schritte dazu finden Sie im Ratgeber WordPress 500 Internal Server Error.
  • „Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung“: Die Website läuft, erreicht aber ihre Datenbank nicht. Mehr dazu unter Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung.
  • SSL-Fehler wie NET::ERR_CERT_DATE_INVALID oder „Ihre Verbindung ist nicht privat“: Das Zertifikat ist abgelaufen, passt nicht zur Domain oder wurde nicht korrekt eingerichtet. Die Seite selbst läuft oft, aber Besucher werden abgeschreckt.

Schritt 3: DNS-Einträge prüfen

DNS übersetzt Ihren Domainnamen in die Adresse des Servers. Stimmt diese Zuordnung nicht, findet niemand Ihre Seite – auch wenn der Server einwandfrei läuft.

Typische Auslöser sind ein Hosterwechsel, eine Änderung an den Nameservern oder versehentlich gelöschte Einträge. Prüfen Sie im Kundenbereich Ihres Domain-Anbieters:

  1. Welche Nameserver sind eingetragen? Sie müssen zu dem Anbieter gehören, der Ihre DNS-Einträge verwaltet.
  2. Zeigt der A-Eintrag (und gegebenenfalls der AAAA-Eintrag) auf die IP-Adresse Ihres Webservers?
  3. Gibt es einen Eintrag für die Variante mit www?

Mit Online-DNS-Prüfdiensten oder dem Befehl nslookup ihre-domain.de sehen Sie, welche Adresse tatsächlich ausgeliefert wird. Haben Sie gerade etwas geändert, braucht es etwas Zeit, bis die Änderung überall angekommen ist.

Schritt 4: Ist die Domain abgelaufen?

Fallen Website und E-Mails gleichzeitig aus, ist eine nicht verlängerte Domain ein heißer Kandidat. Oft gingen Erinnerungen an eine veraltete Adresse oder die hinterlegte Kreditkarte war abgelaufen. Durchsuchen Sie Ihr Postfach nach Nachrichten Ihres Anbieters und prüfen Sie den Status der Domain im Kundenbereich.

Ist die Domain tatsächlich abgelaufen, zählt jeder Tag. Was Sie dann tun, steht im Ratgeber Domain abgelaufen: So retten Sie Website und E-Mails.

Schritt 5: Hoster-Störung oder Server-Last?

Manchmal liegt die Ursache gar nicht bei Ihrer Website, sondern beim Hoster.

  • Statusseite prüfen. Viele Hoster betreiben eine Statusseite oder informieren über Störungen und Wartungsarbeiten in ihrem Kundenbereich oder in sozialen Netzwerken. Ist dort eine Störung gemeldet, bleibt meist nur abzuwarten.
  • Server-Last. Auf günstigen Shared-Hosting-Paketen teilen sich viele Websites einen Server. Steigen die Zugriffe stark an – durch eine Werbeaktion, Bots oder einen Angriff –, stößt das Paket an seine Grenzen. Die Folge sind 503-Fehler oder Zeitüberschreitungen. Im Kundenbereich sehen Sie oft, ob Ressourcengrenzen erreicht wurden.
  • Fehlerprotokolle ansehen. Viele Hoster stellen Error-Logs bereit. Dort steht häufig schon die genaue Ursache.

Schritt 6: Gesperrt wegen Malware oder offener Rechnung?

Hoster sperren Websites, wenn sie ein Risiko für den Server oder andere Kunden sehen – oder wenn nicht gezahlt wurde.

Malware: Findet der Hoster Schadcode, etwa Spam-Versand oder versteckte Weiterleitungen, kann er die Seite vom Netz nehmen. Meist kommt dazu eine Nachricht mit Hinweisen auf die betroffenen Dateien. Die Sperre wird erst aufgehoben, wenn die Website bereinigt ist. Ein einfaches Zurückspielen eines alten Backups reicht oft nicht, weil die Sicherheitslücke bestehen bleibt.

Offene Rechnung: Auch ein nicht bezahlter Hosting-Vertrag führt zur Sperre. Prüfen Sie Postfach und Spam-Ordner auf Zahlungserinnerungen und kontrollieren Sie den Vertragsstatus im Kundenbereich.

Umsetzungsplan

Sofort

  1. Seite mit dem Smartphone im Mobilfunknetz aufrufen.
  2. Fehlermeldung im Browser genau notieren.
  3. Postfach und Spam-Ordner nach Nachrichten von Hoster und Domain-Anbieter durchsuchen.
  4. Statusseite bzw. Kundenbereich des Hosters auf Störungen prüfen.

Danach

  1. Domainstatus und Zahlungen im Kundenbereich kontrollieren.
  2. Nameserver und A-Eintrag der Domain prüfen.
  3. Fehlerprotokolle des Hosters ansehen.
  4. Bei 500, 503 oder Datenbankfehlern den passenden Ratgeber durchgehen.
  5. Bei einer Malware-Sperre die Seite bereinigen lassen, bevor sie wieder online geht.

Vorbeugen

  1. Einen Überwachungsdienst einrichten, der Sie bei einem Ausfall sofort benachrichtigt.
  2. Zahlungsdaten und Kontakt-E-Mail bei Hoster und Domain-Anbieter aktuell halten.
  3. Domain-Verlängerung automatisch laufen lassen und zusätzlich im Kalender vormerken.
  4. Regelmäßige Backups außerhalb des Servers speichern und Updates zeitnah einspielen.
  5. Zugangsdaten für Hoster, Domain und FTP griffbereit dokumentieren.

Wir bringen Ihre Website wieder online

Finden Sie die Ursache nicht, reagiert der Hoster nicht oder wurde Ihre Seite gesperrt: Wir übernehmen die Fehlersuche und kümmern uns um die Reparatur. Mehr zu unserem Vorgehen bei Ausfällen finden Sie unter Website-Fehler beheben.

Wir übernehmen das für Sie
Schildern Sie kurz Ihre Situation – wir melden uns schnellstmöglich zurück.

Fehler beheben lassen → Notfall-Diagnose für 99 €

Läuft Ihre Website mit WordPress, kostet die WordPress-Notfall-Diagnose 99 €. Oder rufen Sie direkt an: 0 33 41 - 35 66 146.

Häufige Fragen

Wie finde ich heraus, ob meine Website nur bei mir nicht lädt?

Rufen Sie die Seite auf einem anderen Gerät in einem anderen Netz auf, am einfachsten mit dem Smartphone im Mobilfunknetz bei ausgeschaltetem WLAN. Lädt sie dort, liegt das Problem bei Ihrem Rechner, Browser oder Netzwerk. Lädt sie auch dort nicht, ist die Website tatsächlich gestört. Zusätzlich gibt es Online-Dienste, die eine Adresse von außen prüfen.

Was bedeutet DNS_PROBE_FINISHED_NXDOMAIN?

Der Browser konnte zum Domainnamen keine Serveradresse finden. Häufige Ursachen sind ein Tippfehler in der Adresse, eine abgelaufene Domain, fehlerhafte DNS-Einträge nach einer Änderung oder ein Problem mit dem DNS-Server Ihres eigenen Netzwerks.

Was ist der Unterschied zwischen Fehler 500 und 503?

Bei 500 ist auf dem Server ein interner Fehler aufgetreten, oft durch ein Plugin, ein Theme oder eine fehlerhafte Konfiguration. 503 bedeutet, dass der Server die Anfrage gerade nicht bearbeiten kann – etwa wegen Überlastung, Wartungsarbeiten oder eines Wartungsmodus nach einem Update. 503 ist häufiger vorübergehend, 500 verschwindet selten von allein.

Kann mein Hoster meine Website einfach abschalten?

Ja, Hoster sperren Websites zum Beispiel, wenn Schadsoftware gefunden wurde, die Seite den Server stark belastet oder Rechnungen offen sind. Meist gibt es vorher oder gleichzeitig eine Nachricht per E-Mail oder einen Hinweis im Kundenbereich. Die Sperre wird aufgehoben, wenn die Ursache beseitigt ist.

Wie schnell sollte ich reagieren, wenn meine Website ausfällt?

So schnell wie möglich. Solange die Seite nicht erreichbar ist, gehen Anfragen und Verkäufe verloren. Hält ein Ausfall länger an, kann das auch Ihre Sichtbarkeit bei Google beeinträchtigen. Die Schritte in diesem Artikel helfen, die Ursache in kurzer Zeit einzugrenzen.

Kostenloser Guide

Holen Sie sich den kostenlosen Webseiten- & Preis-Guide

Plus Praxis-Tipps für mehr Kunden aus dem Web. Kein Spam, jederzeit abbestellbar.

Mehr Kunden aus dem Web?

Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben — kostenlos und unverbindlich.

Angebot anfordern →