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Google zeigt alte Website oder falsches Favicon

23. Oktober 2026

Marketing

Die neue Website ist online, alles sieht gut aus. Dann suchen Sie bei Google nach Ihrem Firmennamen – und dort stehen noch der alte Titel, eine Beschreibung von vor Jahren, Seiten, die es nicht mehr gibt, oder statt Ihres Logos ein graues Weltkugel-Symbol.

Das ist ärgerlich, weil Interessenten genau diesen Eindruck zuerst bekommen. In den meisten Fällen ist aber nichts kaputt. Google braucht schlicht Zeit, um die Änderungen zu bemerken. Wichtig ist, zu unterscheiden, ob Sie nur warten müssen oder ob etwas auf der Website verhindert, dass Google den neuen Stand übernimmt.

Schritt 1: Verstehen, was Google gespeichert hat

Google ruft Websites mit einem Crawler ab und speichert die Inhalte in seinem Index. Die Suchergebnisse zeigen diesen gespeicherten Stand – nicht die Seite, wie sie gerade auf Ihrem Server liegt. Ändern Sie etwas, sieht Google das erst beim nächsten Besuch.

Wann dieser Besuch stattfindet, entscheidet Google selbst. Seiten, die sich häufig ändern und gut verlinkt sind, werden in der Regel öfter abgerufen als Unterseiten, auf die kaum ein Link zeigt. Eine feste Frist gibt es nicht, und niemand kann sie Ihnen seriös zusagen.

Prüfen Sie zuerst, ob Sie selbst wirklich den neuen Stand sehen. Ein privates Browserfenster schließt aus, dass Ihr eigener Browser-Cache die alte Version zeigt.

Schritt 2: Title und Snippet richtig einordnen

Nicht jede Abweichung in den Suchergebnissen ist ein veralteter Stand. Google übernimmt den Title-Tag Ihrer Seite nicht immer unverändert. Hält Google ihn für unpassend – etwa weil er zu lang ist, nur aus Schlagworten besteht oder auf vielen Seiten gleich lautet –, bildet es den angezeigten Titel teilweise aus Überschriften oder anderen Texten der Seite.

Ähnlich ist es bei der Beschreibung darunter, dem sogenannten Snippet. Die Meta-Description ist ein Vorschlag. Google zeigt je nach Suchanfrage oft einen anderen Textausschnitt der Seite, der besser zur Suche passt.

Was Sie tun können:

  • Jede Seite bekommt einen eigenen, zutreffenden Title, der beschreibt, worum es geht.
  • Die Hauptüberschrift (H1) passt inhaltlich zum Title.
  • Die Meta-Description fasst den Inhalt der Seite ehrlich zusammen.

Eine Garantie, dass Google genau Ihren Text zeigt, gibt es trotzdem nicht.

Schritt 3: Indexierung in der Search Console anstoßen

Die Google Search Console ist das kostenlose Werkzeug, mit dem Sie sehen, wie Google Ihre Website erfasst. Haben Sie noch keinen Zugang, lohnt sich die Einrichtung – ohne sie arbeiten Sie im Blindflug.

So beantragen Sie die Indexierung einer Seite:

  1. Melden Sie sich in der Search Console an und wählen Sie Ihre Website aus.
  2. Geben Sie oben in das Suchfeld der URL-Prüfung die vollständige Adresse der Seite ein.
  3. Mit „Live-URL testen“ prüfen Sie, ob Google die aktuelle Fassung abrufen kann.
  4. Klicken Sie auf „Indexierung beantragen“.

Beginnen Sie mit der Startseite und den wichtigsten Unterseiten. Der Antrag ist eine Bitte, keine Anweisung: Google nimmt die Seite in die Warteschlange, entscheidet aber selbst über den Zeitpunkt. Mehrfaches Beantragen derselben Seite beschleunigt nichts. Mehr dazu steht im Ratgeber Seiten schneller indexieren lassen.

Schritt 4: Sitemap einreichen

Eine XML-Sitemap ist eine Liste aller Seiten, die Google kennen soll. Die meisten Content-Management-Systeme und SEO-Plugins erzeugen sie automatisch, häufig unter Adressen wie /sitemap.xml oder /sitemap_index.xml.

  1. Rufen Sie die Sitemap im Browser auf und prüfen Sie, ob nur aktuelle Adressen darin stehen.
  2. Öffnen Sie in der Search Console den Bereich Sitemaps.
  3. Tragen Sie die Adresse der Sitemap ein und senden Sie sie ab.

Nach einem Relaunch ist das besonders wichtig: Die Sitemap zeigt Google auf einen Blick die neue Struktur.

Schritt 5: Alte Adressen umleiten statt ins Leere laufen lassen

Hat sich beim Relaunch die Adresse von Seiten geändert, bleiben die alten Adressen bei Google zunächst gespeichert. Führen sie auf eine Fehlerseite (404), sehen Besucher aus der Suche nur „Seite nicht gefunden“ – und Google braucht länger, um die neue Struktur zu verstehen.

Die Lösung ist eine 301-Weiterleitung: Sie sagt Browsern und Google, dass eine Seite dauerhaft umgezogen ist. Jede alte Adresse wird auf die inhaltlich passende neue Seite umgeleitet, nicht pauschal auf die Startseite. Google überträgt die alte Adresse dann nach und nach auf die neue.

Eine Liste der alten Adressen finden Sie in der Search Console unter den Leistungsdaten oder im Bericht zu den Seiten. Wer einen Relaunch noch vor sich hat, plant die Weiterleitungen am besten von Anfang an mit – die Website-Relaunch-Checkliste hilft dabei.

Schritt 6: Alte Domain oder Subdomain prüfen

Manchmal liegt die alte Website noch vollständig im Netz – etwa unter der früheren Domain, unter einer Subdomain wie alt.ihre-domain.de oder unter einer Testadresse beim Hoster. Ist sie erreichbar, findet Google sie weiterhin und zeigt sie womöglich in den Suchergebnissen an.

Prüfen Sie deshalb:

  • Ist die alte Domain noch mit einer eigenen Website verbunden? Dann sollte sie per 301 auf die neue Domain weiterleiten.
  • Gibt es Subdomains oder Testinstallationen mit alten Inhalten? Diese leiten Sie um oder entfernen sie.
  • Funktionieren alle Varianten Ihrer Adresse – mit und ohne www, mit http und https – und landen sie auf derselben Fassung?

Das Werkzeug zum Entfernen in der Search Console blendet URLs nur vorübergehend aus. Dauerhaft hilft nur die Korrektur auf der Website selbst.

Schritt 7: Das Favicon richtig hinterlegen

Das Favicon ist das kleine Symbol neben Ihrem Namen in den Suchergebnissen. Zeigt Google ein altes oder ein neutrales Standardsymbol, liegt es meist an einer dieser Anforderungen:

  • Das Favicon ist quadratisch. Google empfiehlt eine Größe, die ein Vielfaches von 48 × 48 Pixeln ist.
  • Es hat eine stabile Adresse, die sich nicht ständig ändert.
  • Es ist im Head der Startseite verlinkt, etwa über <link rel="icon" href="/favicon.png">.
  • Die Datei und die Startseite sind nicht per robots.txt gesperrt, sodass Google sie abrufen darf.
  • Das Motiv ist auch in sehr kleiner Darstellung erkennbar und angemessen.

Nach einer Korrektur beantragen Sie die Indexierung der Startseite. Auch dann dauert es, bis Google das neue Symbol abruft und anzeigt.

Umsetzungsplan

Sofort

  1. Im privaten Browserfenster prüfen, ob die Website selbst den neuen Stand zeigt.
  2. In der Search Console die Startseite und die wichtigsten Unterseiten per URL-Prüfung einreichen.
  3. Die aktuelle Sitemap prüfen und in der Search Console einreichen.

Danach

  1. Alte Adressen sammeln und per 301 auf die passende neue Seite umleiten.
  2. Alte Domain, Subdomains und Testinstallationen umleiten oder entfernen.
  3. Alle Adressvarianten mit und ohne www sowie http und https auf eine Fassung führen.
  4. Favicon quadratisch anlegen, im Head verlinken und in der robots.txt freigeben.
  5. Title, Hauptüberschrift und Meta-Description jeder wichtigen Seite aufeinander abstimmen.

Vorbeugen

  1. Bei jedem Relaunch die Weiterleitungen vor dem Livegang planen.
  2. Die Search Console regelmäßig auf nicht gefundene Seiten prüfen.
  3. Die Adresse des Favicons nach einem Relaunch beibehalten.

Wir bringen Google auf den neuen Stand

Sie haben keinen Zugang zur Search Console, wissen nicht, welche alten Adressen noch im Umlauf sind, oder Google zeigt trotz aller Schritte weiter die alte Fassung? Wir prüfen, was Google von Ihrer Website gespeichert hat, und beheben die Ursachen.

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Häufige Fragen

Warum zeigt Google noch meine alte Website an?

Google zeigt in den Suchergebnissen den Stand, den der Crawler beim letzten Besuch gespeichert hat. Bis Ihre Seiten erneut abgerufen und verarbeitet sind, bleiben alte Titel, Beschreibungen und Adressen sichtbar. Das ist normal und kein Fehler – Sie können den Vorgang aber beschleunigen, indem Sie die Seiten in der Search Console zur Indexierung einreichen.

Wie lange dauert es, bis Google die Änderungen übernimmt?

Dafür gibt es keine feste Frist. Google entscheidet selbst, wann eine Seite erneut gecrawlt wird – das hängt unter anderem davon ab, wie oft sich die Website ändert und wie gut sie intern verlinkt ist. Einen Antrag auf Indexierung bearbeitet Google, eine Garantie für den Zeitpunkt gibt es nicht.

Warum steht in Google ein anderer Titel als auf meiner Seite?

Google verwendet den Title-Tag nicht immer unverändert. Passt er aus Sicht von Google nicht gut zum Inhalt oder zur Suchanfrage, wird der angezeigte Titel teilweise aus Überschriften oder anderen Texten der Seite gebildet. Ähnliches gilt für die Beschreibung darunter. Ein klarer, zutreffender Title und eine passende Hauptüberschrift machen das seltener.

Warum zeigt Google kein oder ein falsches Favicon?

Häufige Ursachen sind ein Favicon, das nicht quadratisch ist, das nicht im Head der Startseite verlinkt ist, dessen Adresse sich oft ändert oder das per robots.txt für Google gesperrt ist. Auch nach einer Korrektur dauert es, bis Google das neue Symbol abruft und anzeigt.

Kann ich alte Seiten aus Google entfernen lassen?

In der Search Console gibt es ein Werkzeug zum Entfernen, das URLs vorübergehend aus den Suchergebnissen ausblendet. Dauerhaft lösen Sie das Problem aber nur auf der Website selbst: alte Adressen per 301 auf die passende neue Seite umleiten oder, wenn es keinen Ersatz gibt, die Seite endgültig entfernen.

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