Backlinks
Backlinks sind Verweise von einer fremden Website auf die eigene. Suchmaschinen werten sie als Hinweis darauf, dass ein Inhalt beachtenswert ist, und behandeln sie damit als ein Signal unter vielen. Ausschlaggebend ist dabei, woher ein Link kommt und in welchem Zusammenhang er steht — nicht, wie viele es sind.
Warum Verweise überhaupt gewertet werden
Die Grundidee stammt aus der Wissenschaft: Eine Arbeit, die häufig zitiert wird, ist vermutlich relevanter als eine, die niemand erwähnt. Suchmaschinen übertragen dieses Prinzip auf das Web — ein Link ist eine Empfehlung, die jemand ausgesprochen hat.
Das funktioniert, solange die Empfehlung echt ist. Genau deshalb ist die Frage nie „Wie viele Links habe ich?”, sondern:
- Steht der Link auf einer Seite, die selbst Besucher hat?
- Passt das Thema der verlinkenden Seite zu Ihrem?
- Würde dort auch dann jemand klicken, wenn es keine Suchmaschinen gäbe?
Drei Verweise, die diese Fragen bestehen, sind mehr wert als dreihundert, die es nicht tun.
Gute und schlechte Verweise unterscheiden
| Merkmal | Spricht dafür | Spricht dagegen |
|---|---|---|
| Umfeld | Fachportal, Verband, regionale Zeitung, Lieferant, Partner | Seite ohne erkennbares Thema, in der alles Mögliche verlinkt wird |
| Zusammenhang | Link steht mitten im Text und ergibt dort Sinn | Link steht in einer Fußzeilen- oder Partnerliste ohne Bezug |
| Linktext | Natürlich formuliert, wechselnd | Immer exakt dasselbe Keyword, in jedem Link identisch |
| Sprache und Region | Deutschsprachig, für Ihr Publikum relevant | Fremdsprachige Seiten ohne inhaltlichen Bezug zu Ihrem Angebot |
| Entstehung | Jemand hat sich entschieden, Sie zu verlinken | Der Link war im Paket enthalten |
Die letzte Zeile ist die wichtigste. Wenn ein Link entstanden ist, weil jemand Geld dafür genommen hat, ohne das kenntlich zu machen, steht er im Widerspruch zu den Richtlinien von Google — und niemand kann Ihnen zusagen, wie lange er wirkt oder was passiert, wenn das Netzwerk dahinter auffällt.
Wie Verweise entstehen, ohne dass Sie sie kaufen
Diese Wege sind langsamer, halten aber:
- Etwas veröffentlichen, das man verlinken kann. Eine Übersicht, eine Checkliste, ein echter Erfahrungsbericht aus Ihrem Betrieb. Wer nichts Zitierfähiges hat, wird nicht zitiert — das ist der Ansatzpunkt von Content-Marketing.
- Bestehende Beziehungen nutzen. Lieferanten, Hersteller, Verbände, Innungen, Kooperationspartner führen oft Listen. Dort fehlen Sie meist einfach nur.
- Regional sichtbar sein. Lokale Presse, Vereine, Sponsoring, gemeinsame Aktionen. Solche Verweise sind für ortsgebundene Betriebe besonders wertvoll, weil sie zugleich das Vertrauensbild stärken, das hinter E-E-A-T steht.
- Verzeichnisse mit Substanz. Branchenbücher, in denen Kunden tatsächlich suchen — nicht Massenportale, die ausschließlich für Links existieren.
Wichtig bleibt die Reihenfolge: Ohne saubere OnPage-Optimierung führt zusätzliche Aufmerksamkeit lediglich auf eine Seite, die die Frage des Besuchers nicht beantwortet.
Wie wir damit umgehen
In unseren laufenden SEO-Paketen ist der Aufbau hochwertiger deutscher Backlinks fester Bestandteil: Das Paket Ultimate (299 €/Monat, 12 Monate Laufzeit) enthält drei solcher Verweise pro Monat, Ultimate Plus (599 €/Monat) zusätzlich monatlich einen Link von einer besonders starken Domain. Alle Konditionen stehen offen auf der Seite Preise.
Zwei Hinweise dazu, die wir lieber vorher sagen als hinterher: Kennzahlen wie „DA 80” stammen von Drittanbieter-Werkzeugen und sind kein Wert, den Google selbst veröffentlicht — sie sind eine Orientierung, keine Garantie für Wirkung. Und Positionen lassen sich über Links nicht zusagen, von niemandem. Was wir zusagen können, ist die Arbeit dahinter: relevante deutschsprachige Umfelder statt Linknetzwerken und Massenpaketen. Wie das mit den übrigen Bausteinen zusammenspielt, steht auf der Seite SEO.
Häufige Fragen zu Backlinks
Darf ich Backlinks kaufen?
Der Kauf von Links, die Ranking-Signale weitergeben sollen, verstößt gegen Googles Richtlinien zu Link-Spam. Bezahlte Platzierungen sind zulässig, wenn sie als solche gekennzeichnet werden — technisch über das Attribut rel="sponsored" oder rel="nofollow". Ohne diese Kennzeichnung gehen Sie ein Risiko ein, dessen Folgen Sie nicht kontrollieren können.
Wie viele Backlinks brauche ich?
Es gibt keine Zielzahl, die sich seriös nennen ließe. Der Bedarf hängt davon ab, wie stark das Umfeld ist, in dem Sie gefunden werden möchten. Bei ortsbezogenen Suchanfragen genügen oft wenige glaubwürdige Verweise, bei bundesweit umkämpften Themen reicht auch eine große Zahl schwacher Links nicht aus.
Schaden schlechte Backlinks meiner Website?
Google gibt an, den Großteil wertloser oder offensichtlich manipulativer Links automatisch zu ignorieren, sodass für die meisten Websites kein Handlungsbedarf besteht. Das Disavow-Werkzeug ist für Ausnahmefälle gedacht, etwa nach einer manuellen Maßnahme. Wer es ohne Anlass einsetzt, entwertet im Zweifel eigene, wertvolle Verweise.
Was ist ein Nofollow-Link wert?
Er gibt kein Ranking-Signal weiter, kann aber trotzdem sinnvoll sein. Ein Verweis aus einem gut besuchten Portal bringt echte Besucher und macht Ihren Namen bekannter — beides wirkt indirekt. Ein Linkprofil, das ausschließlich aus Follow-Links besteht, wirkt zudem unnatürlich.
Zuletzt geprüft am 16. September 2026 von Marek Stein, Inhaber von nova.02:media.